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Yoga im Wald

Yoga im Wald! Warum ist der Wald für uns Lebens notwendig?

Warum ist Yoga im Wald so wichtig oder was bedeutet es überhaupt Yoga im Wald zu praktizieren? Diese Fragen möchte ich in meinem kurzen Blog Beitrag für dich erläutern und klären.

Heute ist Sonntag!

Heute ist Sonntag, wie fast jeden Sonntag morgen 9:00 Uhr starte ich zu meinem meditativen Spaziergang. Ich habe dafür eine Stunde Zeit. Es ist eine wunderbare Vorbereitung auf die anschließende Yogaklasse welche ich unterrichte.
Jedes Mal spüre ich die positiven Wirkungen welche die Bäume und der Wald bei mir hinterlassen. Wie ein ökologischer gesunder Fußabdruck. Was geschieht nach Yoga im Wald? Ich komme frisch, voll konzentriert und erholt in der Yogaklasse an.
Sobald ich den Wald betreten habe, bekomme ich ein Gefühl wieder atmen zu können, wieder leben zu können. Ich spüre wie mein Brustkorb sich wieder weitet und wie ich tiefer und unbeschwerter atmen kann. Dazu die Kraft und die Stärke der Bäume welche unglaublich auf mich wirken.

Der Wald verändert sich!

Ich sehe wie stark sich der Wald in den letzten Jahren verändert hat.
Der Wald hier um Mühltal herum ist sehr dünn geworden. D.h. viele Bäume mussten gefällt werden. Der Wald geht natürlich durch unseren ökologischen Fußabdruck kaputt. In den vergangenen Jahren sind bereits Zehntausende Hektar Wald abgestorben. Laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sind bereits 120.000 Hektar Wald tot. Wenn man sich überlegt das wir in in ganz Deutschland 11,4 Millionen Hektar Wald haben. Nun, ich brauche und möchte jetzt hier aber nicht erläutern wie viel Verantwortung jeder von uns dafür trägt das sich der Wald verändert. Mir geht es wirklich Hier und jetzt in diesem Blog darum ein Bewusstsein für den Wald, für die Bäume und die Natur zu schaffen. Möchtest du mehr Fakten haben, dann kannst du hier beispielsweise nachlesen … .

Was hat das nun mit Yoga im Wald zu tun?

Wie ich schon in einigen Blogbeiträgen vorher erklärt habe findet Yoga nicht nur auf der Yogamatte statt. Um genauer zu sein ist das ein sehr kleiner Anteil im Yoga überhaupt. Im Yoga geht es darum wirklich ein Bewusstsein zu schaffen. Ein Bewusstsein, welches mich betrifft und die Lebewesen und das Leben um mich herum.
Unser Lehrer Swami Gurusharanananda, lehrt Swakriya Yoga. Er hat es von seiner Lehrerin und Meisterin Ananda Mayima gelernt bekommen. Viele Jahre war er Schüler von ihr und lebte auch bei ihr. Heute hat er einen Ashram in Indien.
Diese Ashram ist sehr ländlich gelegen. Dort finden 50 Jungen im Alter von 6 -18 Jahren ein zu Hause und können lernen und einen Schulabschluss machen. Zum Ashram selbst gehört eine Schule welche von insgesamt 200 Kindern besucht werden kann. Mehr zu Swamiji werde ich aber in einem anderen Blog Beitrag schreiben.

Hier kannst du auch selber etwas nachlesen…  oder auf der Seite von unserer lieben Freundin Monika Maitri Bernigau… .

Swakriya Yoga Lehrt das fünf Elemente Yoga.

Swakriya Yoga Lehrt das fünf Elemente Yoga. Die fünf Elemente bestehen aus Erde, Wasser, Feuer, Luft, und Äther. Alle diese Elemente findest du auch im Wald wieder. Weshalb es uns im Wald auch so leicht fällt Yoga zu praktizieren. So wie du aus den fünf Elementen bestehst, besteht auch der Wald aus den 5 Elementen.

 

Das erste Element – Erde

Wenn du den Wald betrittst spürst du als erstes die Erde unter deinen Füßen. Heute an diesem Tag ist es sehr matschig und ich spüre wie die Erde unter meinen Füßen wegrutscht. Jeden einzelnen Schritt bewusst machen. Dabei die Kraft der Erde über die Füße aufnehmen und in meinen Körper bringen. Wow, das gibt Kraft und Stärke. Probiere doch auch du das bei deinem nächsten Waldspaziergang einfach mal aus.

Auch die Knochen gehören dem Element der Erde an. Wenn wir unseren Körper verlassen, werden die Knochen zu Asche oder sie verrotten und gehen so wieder in die Erde zurück.
Die Erde versorgt uns und die Pflanzen sowie die Tiere mit Nährstoffen und Lebenswichtigen Essenzen. Das erste Element ist dem Muladhara Chakra zugeordnet. Dieses Chakra wird auch als Wurzelchakra bezeichnet. Genauso stark wie die Bäume in der Erde verankert sind, genauso stark sollten wir stehen können.

Die Erdung ist sehr wichtig im Yoga.

Die Erdung ist sehr wichtig im Yoga. Du kannst die Erdung fördern indem du des öfteren einfach mal die Erde spürst. Oder du kannst dir zwei Steine in die Tasche legen. Wann immer du spürst du kommst aus der Balance kannst du die Steine festhalten. Sofort wirst du die Kraft der Erde wahrnehmen und auf dich übertragen können.

Im Swakriya Yoga ist das Erdelement auch der hinduistischen Gottheit Ganesha gewidmet. Ganesha steht ebenfalls für Kraft und Stärke. Auch wird Ganesha oft in Verbindung mit Beginn gebracht. Ganesha räumt dir alle Hindernisse aus dem Weg. Hier kannst du mehr über Ganesha nachlesen... .

Das zweite Element – Wasser

Das zweite Element welches dir im Wald begegnen kann ist das Wasser Element. In vielen Wäldern so wie auch im Odenwald finden wir mal hier mal dort einen kleinen Bach. Selbst wenn der Wald keinen Bach hat findest du das Wasser an den Blättern der Pflanzen oder es fällt als Regen vom Himmel. In den Morgenstunden findest du Tau oder Raureif.

Wasser wirkt reinigend.

Wasser wirkt reinigend. Auch dein Körper besteht aus Wasser. Der menschliche Körper besteht zu etwa 60-65% aus Wasser. Der Wasseranteil ändert sich mit dem Lebensalter von bis zu 85% beim Kleinkind, über 70% beim Erwachsenen und bis hin zu 50% im Alter.
Das Wasser befindet sich im Körper in einem ständigen Kreislauf. Es ist in allen Organen, Zellen und Körperflüssigkeiten das bestimmende Element. Blut beispielsweise besteht zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Wasser versorgt alle Organe, Muskeln und andere Körperzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff. Allen voran das Gehirn. Deshalb ist es auch wichtig viel Wasser zu trinken um alle Gifte aus dem Körper aus-leiten zu können.
Du kannst aber auch geistig mit dem Wasser arbeiten. Du kannst dir vorstellen, wie das Wasser was du trinkst, alle Probleme, alle Sorgen, alle Ängste, all das was dir Leiden schaft aus dir herausspült, dich quasi innerlich reinigt.

Genau so, wie du dich sauber wäschst wenn du unter der Dusche stehst. Wenn du magst stell dir doch einfach beim nächsten Mal vor wie du mit dem Wasser alle Unreinheiten, alle Sorgen, Gifte und den Ärger vom Körper abwäschst.
Wasser steht für das zweite Chakra. Dieses Chakra wird auch Sexual Chakra oder Svadhisthana Chakra genannt. Das Element Wassers kann dir helfen, dich Veränderungen leichter anzupassen, sowie einen gesunden Zugang zu Sexualität und Kreativität zu entwickeln.
Im Swakriya Yoga ist dieses Chakra der Gottheit Shiva zugeordnet.
Vielleicht magst du das nächste Mal wenn du etwas trinkst, das Wasser segnen in dem du dir einen kurzen Moment der Stille nimmst und dich bedankst dafür dass du frisches, klares und reines Wasser trinken kannst. Auch dies führt zu mehr Bewusstheit. Oder du verzichtest tatsächlich mal auf den Regenschirm und genießt die Regentropfen welche vom Himmel fallen.

 

Das dritte Element – Feuer

Das dritte Element welches dir im Wald begegnet ist das Feuer Element. Natürlich finden wir das Feuerelement im Winter nicht so eindeutig wie im Sommer oder Frühling.

Das Feuerelement im Wald ist die Sonne. Auch das Feuerelement ist in unserem Körper und in unserem Geist tätig. Das Feuerelement ist zuständig für den Stoffwechsel und Enzymsystem, Verdauung, Intelligenz, Körpertemperatur, Denkvorgänge und Sehvermögen. Hier wird das Feuerelement dem dritten Chakra zugeordnet, auch genannt Manipura Chakra.
Die Energie die du morgens benötigst um aufzustehen, die Energie die du brauchst um deine Arbeit zu verrichten. All das was du dem Yang zuordnest.

Yin und Yang – HATHA Yoga

Yang ist das männliche Prinzip in uns. Der Begriff „Yin” steht für das empfangenden, weiblichen, passive Prinzip das männlichen Prinzip steht für das Feuer. Yin und Yang.

Die Sonne steht für das männliche so wie der Mond für das weibliche Prinzip. Gut lässt sich das auch aus dem Begriff Hatha Yoga ableiten. HATHA Yoga – HA bedeutet Sonne (Surya) und THA bedeutet Mond (Chandra).

Yin und Yang können unabhängig vom Geschlecht, in Balance oder Disbalance sein. Ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Aspekten herzustellen ist wichtig für ein gesundes Leben. Ein Ungleichgewicht wird sofort spürbar und kann sich als Unwohlsein, Unzufriedenheit und dauerhaft in Form von Krankheiten und chronischen Symptomen bemerkbar machen.
Wenn du dich mal energielos und antriebslos fühlst, dann ist es gut das innere Feuer zu stärken.

Dies kannst du durch verschiedene Pranayama Techniken. Mehr Techniken welche auch für Yoga im Wald geeignet sind findest du in diesem Beitrag von mir… .
Auch können Bauchmuskelübungen und alle Asanas welche das dritte Chakra stärken dein Feuer stärker werden lassen.

Ein Mangel an Feuer macht sich immer durch Trägheit, Dumpfheit, Depressionen, Antriebslosigkeit und Müdigkeit bemerkbar.
Im Swakriya ist das dritte Chakra Durga zugeordnet.

Das vierte Element – Luft

Das vierte Element welches im Wald vertreten ist, ist die Luft. Du spürst den Unterschied sofort.

Wenn du von der Straße in den Wald hinein läufst, kannst du plötzlich atmen, frei atmen. Du nimmst war, welche Giftstoffe jeder einzelne Baum für dich aufnimmt, wie jeder einzelnen Baum dir frischen Sauerstoff zum Leben gibt.

Waldluft enthält 90 Prozent weniger Staubteilchen als Stadtluft. Sie enthält Stoffe, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Zudem wirkt Waldluft sehr beruhigend und klärend für den Geist. Mehr über die Waldluft kannst du auch hier nachlesen… .
Das Luftelement finden wir im vierten Chakra wieder. Das Anahata Chakra sitzt im Herzraum in der Brustwirbelsäule. Das Luftelement ist wie alle bisherigen Elemente zahlreich in deinem Körper vertreten. Natürlich auch in deinem Geist. Ein Zeichen von zu viel Luft im Geist sind oft ununterbrochene, wirre Gedanken (Monkey Mind). Gedanken welche nicht zur Ruhe kommen.
Zu viel Luft im Körper macht sich bemerkbar, durch knacken der Gelenke, sowie durch Blähungen, oder auch zu trockener Haut. Im Ayurveda geht man dann von einer Vata Disbalance aus.

Vata Disbalance

Dies macht sich häufig in Unruhe, Ängsten, Kältegefühlen und unregelmäßigem Appetit bzw. wechselhafter Verdauung bemerkbar. Leider ist dies in unserer Gesellschaft oft ein Normalzustand. Das Vata Dosha repräsentiert die Elemente Raum und Luft, dem zufolge müssen wir versuchen diese Elemente auszugleichen. Also ganz klar Erdung und frische Luft.
Auch hier kann es wieder sehr sinnvoll sein einen täglichen Waldspaziergang zu machen.

Oft ist es auch sehr gut, ein wenig Pranayama im Wald zu praktizieren. Da wie oben schon geschrieben der Wald einfach eine gute Luft enthält. Besonders eignet sich im Wald die Wechselatmung, sowie Ujjayi und die vollständige Yogische Bauchatmung.

Das fünfte Element – Äther

Nun bin ich beim fünften Element angekommen. Wie du siehst kannst du jede Menge Yoga im Wald praktizieren. So auch mit dem fünften Element. Das fünfte Element steht für den Äther.Für den Raum an sich.

Äther wird im Sanskrit auch Akasha genannt. In der Physik dient Äther als Konzept für feinstoffliche, subtile Materie. Demnach ist Äther ein Konzept, um bestimmte physische Phänomene zu erläutern. Der Schwerpunkt liegt nachfolgend auf Äther im Yoga und wird von dem Standpunkt des Vedanta betrachtet.
Äther ist alles Subtile. Für die Praxis eignet sich, in die Weite zu schauen. Vielleicht findest du im Wald eine Lichtung, auf die du dich stellen kannst und für einige Momente einfach nur weit blickst. Oder du schaust in den Himmel und schaust in diese unendliche Weite. Äther steht für das fünfte Chakra. Das Vishuddha Chakra oder auch Kehl- und Halschakra genannt.
Besonders hilfreich sind hier auch Meditationen, gerne auch Geh Meditation mit der Konzentration auf den Äther.

 

Aber nun zu der Frage, ist Yoga im Wald möglich?

Ganz klar ja! Yoga ist an jedem Ort möglich, in jedem Moment. Im Wald hast du die Unterstützung von der Natur, welche dir hilft zu deiner wahren und eigenen Natur zurück zu finden.
Und genau das versucht dir Yoga zu lehren. Deine eigene und wahre Natur zu erkennen. Und wenn dies geschieht, siehst du vielleicht das du gar nicht so anders bist, als alle Lebewesen. Dass wir alle gleich sind. Und dies gibt dir und auch mir die Chance, aus wirklich reinem Herzen unserer Natur würdevoll, respektvoll und mit Liebe zu begegnen. Und dann stellt sich für mich oder dich gar nicht mehr die Frage nach zu viel Plastikmüll, vegetarisch oder vegan, Auto oder, oder, oder.…

Was brauche ich für Yoga im Wald?

Gar Nichts, außer bequeme, wetterangepasste Kleidung, Zeit und Freude.

Was kann ich im Wald praktizieren?

Wenn du keine Yoga Matte dabei hast oder das Wetter so wie heute ist, kannst du trotzdem Hatha Yoga mit stehenden Asanas ausführen, Gleichgewichts und Balance Asanas üben. Meditationen sowie Pranayama Techniken. Rituale und Mantra Singen. Du kannst Karma Yoga praktizieren in dem du aus Liebe zur Natur den Wald vom Müll befreist. Und du kannst auf einer Bank oder einem Baumstumpf deine Bhagavad Gita auspacken und die Schrift lesen und reflektieren.
Was auch immer du möchtest alles ist möglich, egal ob regen, Sonne oder Schnee. Das schönste daran ist das du als Geschenk die Unterstützung der Natur bekommst.

Viel Freude im Wald!

Solltest du mal Lust auf einen meditativen Spaziergang haben, melde dich einfach unter info@amarayoga.de, dann können wir gemeinsam die Stille des Waldes an einem Sonntag Morgen genießen…

Interesse auf Yoga mit Kindern im Wald, dann komme zu unserem nächsten Workshop!

Kleine Indianer im Odenwald für Eltern mit ihren Kinder
Praktiziere mit deinen Kindern spielerisch im Wald Yoga. Lass dich von den Sonnenstrahlen als großer und kleiner Indianer an der Nasenspitze kitzeln.

Sonntag, 23.08.2020, 10:00 – 11:30 Uhr mit Radhika, 25 €
(Eltern plus 1 Kind, jedes weitere Kind 5 €)

Liebe Grüße Radhika